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Bundesgartenschau
Die ökologische Stadt
Die Geschichte der Messestadt Riem
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Die Bundesgartenschau
München 2005

Vorgeschichte
  Nach Verlegung des Münchner Flughafens von Riem ins Erdinger Moos erfolgten mehrere vorbereitende Untersuchungen für die Gesamtplanung des neuen Stadtteils "Messestadt Riem". Die Entscheidung fiel auf die sogenannte "Drittellösung": ein Drittel Gewerbe (auch Messe), ein Drittel Wohnen, ein Drittel Park.
Stadt und private Investoren haben diverse Ideen- und Realisierungswettbewerbe zum Teil auf eine internationale Basis gestellt, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Richtungsweisend für die spätere Bundesgartenschau war vor allem der Wettbewerb zum Landschaftspark Riem (1995), den der Pariser Landschaftsarchitekt Gilles Vexlard gewonnen hat.
Die `Idee Bundesgartenschau´
 

Im Jahr 1997 hat sich München um die Ausrichtung der Bundesgartenschau beworben. Folgende Gründe waren für den Stadtrat damals ausschlaggebend:

- Die Fertigstellung des Landschaftsparks wird durch den Termindruck 2005 beschleunigt
- Gartenschauen und damit der Riemer Landschaftspark werden vom Freistaat finanziell bezuschusst
- In Riem entstehen zeitgemäße Grünkonzepte und richtungsweisende Landschaftsplanung, die stadtweit beispielgebend sind und den Messestädtern auf Dauer erhalten bleiben
- Nach jahrelangen (Wohnungs-) Bauarbeiten stellt die Bundesgartenschau als Eröffnung des neuen Stadtteils einen fröhlichen Auftakt dar
- Investitionen bewirken wirtschaftliche Impulse - nicht nur auf dem Bau- sondern auch im Tourismus-Sektor
- München und die Region erfahren einen Image-Gewinn als hochwertiger Wohn- und Wirtschaftsstandort
- Für die Messestädter wird der BUGA-Park zum unverwechselbaren Identifikationsobjekt

 

Nicht zuletzt will München mit der Bundesgartenschau an Tradition und Erfolg vergangener Feste wie die Olympischen Spiele 1972 oder die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 1985 anknüpfen.

Wettbewerb - Entwurf - Umsetzung
 

Als BUGA-Gelände ausgewiesen ist eine Fläche von rund 130 Hektar. Ein Großteil davon liegt im 200 Hektar großen Landschaftspark südlich der Messestadt. Der Wettbewerb für die eigentliche BUGA fand Ende letzten Jahres statt. Der erste Preis ging an die Arbeitsgemeinschaft des Münchner Landschaftsarchitekten Professor Rainer Schmidt, zu der auch die Kommunikations-Fachleute von designafairs und Architekt Reinhard Bauer gehören. Aus der Vorgabe, die "nachhaltige Entwicklung eines neuen Stadtteiles" sichtbar zu machen, entstand das Ausstellungs-Motto "Perspektivenwechsel". Unterschiedliche Mikro- und Makroerlebnisse von Flora (Blütenpollen erschießt Nashorn) und Fauna (Tausendfüßler erwürgt Baum) inszenieren den "Krimi auf der Wiese" und vermitteln eine neue Sichtweise. Auf Monitore in den "Red boxes" übertragen, kann die Läuse melkende Ameise auch am Marienplatz gut beobachtet werden.
Die gärtnerischen Leistungsschauen finden im organisch geformten - tausendfach vergrößerten -Zellgarten oder in den sogenannten Streifengärten statt. Während sich diese auf der Fläche eines späteren Wohnungsbauabschnittes präsentieren, bleiben die tiefergelegten Senkgärten, der geometrisch geformte Streifengarten und der (Obst-) Plantagengarten den Messestädtern dauerhaft erhalten.
Blumen und Baden - die Münchner BUGA wird die erste sein, zu der die Besucher auch die Badehose mitbringen sollten. Der 14 Hektar große See hat neben dem sonnigen Sandstrand aber auch eine Uferpromenade zum Flanieren und ausgedehnte Schilf-Ufer.

 

Nicht zuletzt soll mit dem Motto Perspektivenwechsel auch ein Wechsel des Selbstverständnisses konventioneller Gartenschauen erreicht werden: ohne die traditionelle Disziplin "Blumenschau" fallen zu lassen, wollen die BUGA-Planer den kulturellen Event-Charakter hervorheben und nicht nur Blumenfreunde auf die BUGA locken.

Stand der Dinge
 

Das Büro Rainer Schmidt überarbeitet derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Baureferat Gartenbau den Wettbewerbsentwurf. Besonderes Augenmerk legen die Planer auf die Gestaltung der temporären Anlagen (‚Zellengarten'). Erarbeitet wird momentan auch ein Konzept, um die Partnerstädte Münchens mit einem kulturellen oder gärtnerischen Beitrag auf der BUGA vorzustellen.

Weitere Schritte
  Die Kostenberechnung soll bis zum Herbst fertiggestellt sein. Vor kurzem hat der Wettbewerb zur Festlegung des visuellen Erscheinungsbildes (Corporate Design) stattgefunden, bei dem unter anderem das Logo für die BUGA 2005 ermittelt wurde. Dieses Logo wird nach Beschluss durch den Aufsichtsrat voraussichtlich im Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt.

München, 14. August 2001

Kontakt:

Max-Joseph Kronenbitter
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesgartenschau München 2005 GmbH
Paul-Wassermann-Straße 3
81829 München
Tel.: (089) 412 005 21
Fax: (089) 412 005 90
E-Mail: max.kronenbitter@buga2005.de
www.buga2005.de

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