|
(12.1.2004) In einem Vergleich von führenden Wirtschaftsstandorten
in Deutschland hat München seine Spitzenposition erneut bestätigt.
Die Metropolregionen München und Stuttgart sind die klaren
Sieger, das ergab eine Untersuchung des Deutschen Industrie- und
Handelskammertages (DIHK). Bei nahezu allen relevanten wirtschaftlichen
Kennzahlen liegen die beiden Städte auf Spitzenplätzen.
Acht Regionen im Vergleich
Beteiligt waren insgesamt acht Metropolregionen - Berlin, Dresden,
Hamburg, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, Rhein-Main, Stuttgart und
München. Die Wirtschaftskriterien wurden in drei Kategorien
eingeteilt - Innovationspotenziale, Marktpotenziale und Infrastruktur.
Bei insgesamt 44 Standortkri-terien belegt München im Ranking
13 mal den ersten Platz. Bei weiteren 13 Kriterien landet München
auf dem 2. Platz.
München erzielt höchste Produktivität bei geringsten
Lohnstückkosten
Die Region München sichert sich ihre Wettbewerbsfähigkeit
über hohe Produktivität und geringe Lohnstückkosten.
Nach der Region Stuttgart werden in München vergleichsweise
die zweithöchsten Löhne und Gehälter gezahlt. Aus
Sicht der Unternehmen sind hohe Löhne verkraftbar, wenn Produktivität
und Lohnstückkosten konkurrenzfähig sind. Die Pro-duktivität
der gesamten Münchner Wirtschaft erreicht mit deutlichem Abstand
die Spitzenposition. Die Bruttowertschöpfung liegt bei 68.006
Euro je Erwerbstätigem. München konnte die Lohnstückkosten
während der Jahre 1996 bis 2001 überdurchschnittlich senken.
Aufgrund des deutlichen Produktivitätsvorsprungs erreicht München
die geringsten gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten (2001:
48,9 Prozent).
Beste Noten bei vielen Standortkriterien
München führt beispielsweise auch beim Bruttoinlandsprodukt
je Einwohner mit einem Wert von 45.000 Euro und ist die dynamischste
Region mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts
von 4,1 Prozent in den Jahren 1992-2001. Die Kaufkraft je Einwohner
mit knapp 21.000 Euro im Jahr 2003 ist in München am höchsten.
Mit je einem ersten Platz bei der Erwerbsquote 2001, der Einpendlerquote
2001, der niedrigsten Arbeitslosenquote 2002 sowie der Zahl der
Beschäftigten mit Hochschulabschluss 2002 behauptet sich München
außerdem als leistungsfähigster Arbeitsort. Auch die
internationale Wettbewerbsfähigkeit stellt München durch
den höchsten Anteil an Industrie-Exporten von 53,9 Prozent
im Jahr 2000 unter Beweis. 54 Cents jeden Euros, der im Großraum
München verdient wird, stammen aus dem Ausland. Und auch im
Städtetourismus erweist sich München deutlich als die
beliebteste Großstadt-Destination, gemessen an den Übernachtungszahlen
je 100 Einwohner.
Kleine Schwächen verzeichnet die Studie für die Region
mit einem siebten Platz zum Beispiel durch den zweithöchsten
durchschnittlichen Hebesatz der Gewerbesteuer sowie bei den höchsten
Baulandpreisen. Der Arbeitskreis "Metropolenvergleich"
des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hat für
den Vergleich erstmals eine einheitliche Datenbasis verwendet, um
ein möglichst genaues Ranking der führenden Wirtschaftsstandorte
Deutschlands zu ermitteln. Analysiert wurden acht Kernstädte
mit ihrem Umland als Region. Die Abgrenzung der Metropolregion München
entspricht der Planungsregion 14. Mit einem vergleichsweise ausgeglichenen
Niveau zwischen der Kernstadt und den Umland konnte die Region München
punkten und sich vor allem als Dienstleistungszentrum profilieren.
Die Ergebnisse des gesamten "Metropolenvergleichs" mit Fokus auf
München hat die IHK für München und Oberbayern übersichtlich
zusammengefasst. Sie stehen im Internet unter www.ihk-muenchen.de
als pdf-Datei zur Verfügung.
|