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Messestadt Riem
Kindertagesstätte KITA 1
Realisierungswettbewerb für 8 eingeladene junge Architekten

Bekanntgabe des Wettbewerbsergebnisses
Eröffnung der Ausstellung
07. Februar 2002

 

(7.2.2002) Die Landeshauptstadt München, vertreten durch die MRG Maßnahmeträger München-Riem GmbH, plant in Ergänzung der Versorgung der Messestadt mit Kindertagesstätten die Errichtung einer Kooperationseinrichtung bestehend aus:
- Kindergarten für 50 Kinder (2 Gruppen)
- Kinderkrippe für 24 Kinder (2 Gruppen)
- Kinderhort für 50 Kinder (2 Gruppen)
- sowie den zugehörigen Außenanlagen.

Das ca. 3000 qm große Baugrundstück der Kindertagesstätte KITA 1 liegt am Westrand des 1. Bauabschnitts Wohnen, nördlich der Stockholm-Strasse, angrenzend an einen Grünzug und im Jahr 2005 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ausstellungsbereich der Bundesgartenschau. Mit dem Bau soll in ca. einem Jahr begonnen werden; die Inbetriebnahme ist Anfang 2005 geplant. Die Schätzkosten für die Einrichtung sind im Stadtratsbeschluss zum Nutzerbedarfsprogramm mit 2.900.000 Euro angegeben.

Die Landeshauptstadt München, vertreten durch die MRG Maßnahmeträger München-Riem GmbH, wollte bei diesem Vorhaben ausschließlich jungen Architektinnen und Architekten eine Gelegenheit bieten, ihre Ideen einzubringen und ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Im Rahmen des Realisierungswettbewerbes für acht eingeladene junge Architekturbüros durften die Teilnehmer nicht älter als 40 Jahre sein und mussten Bauerfahrung als eingetragene Architekten mit mindestens zwei Jahren selbständiger Tätigkeit im eigenen Büro vorweisen. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgte auf Empfehlung eines Paten. Hierzu wurden acht renommierte Architektinnen und Architekten, die alle als Hochschullehrer in München tätig sind und auch überwiegend bereits an der Planung und Realisierung städtischer Einrichtungen in der Messestadt selbst mitgewirkt haben, um einen Vorschlag gebeten.

Die so ausgewählten acht Teilnehmer mussten in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten ihrer Wahl von November bis Januar ihre Planvorschläge für die KITA 1 entwickeln. Das Preisgericht tagte am Dienstag, den 5.Februar 2002, unter dem Vorsitz von Bernhard Landbrecht, Architekt BDM aus München.

Mit einstimmiger Entscheidung wurde der 1. Preis dem Entwurf der Architekten Dieter Eck, Marion Fehmi und Wilhelm Zett aus Landshut und der Landschaftsarchitekten Axel Lohrer und Ursula Hochrein aus Waldkraiburg zuerkannt und dem Auslober zur Realisierung empfohlen.

Die Preise und Ankäufe staffeln sich wie folgt:

1. Preis
Eck-Fehmi-Zett-Architekten, Landshut
Landschaftsarchitekten: Lohrer Hochrein, Waldkraiburg

1. Ankauf
SR 4 Plan GmbH, Ursula Schmid, München
Landschaftsarchitekten: P38, Hubert Wendler, München

2. Ankauf
Architekt Markus Zimmermann, München
Landschaftsarchitektin: Susanne Burger, München

3. Ankauf
Architektin Bettina Kirchner im Büro Kirchner, Blodig, Armbruster, München
Landschaftsarchitektin: Anna Zeitz, München

Das Preisgericht würdigte die Arbeit des ersten Preisträgers u.a. wegen folgender Aspekte:

Der zweigeschossige Neubau nimmt mit der Westkante die Flucht der nördlichen Baukörper auf. Durch eine platzartige Erweiterung an der Ostseite entsteht ein eigenständiger Freiraum, der vielfältige Nutzungen zulässt. Der Grünzug im Westen wird mit der Freiflächenplanung aufgenommen und erweitert.

Viele Nutzungsmöglichkeiten bietet auch die großzügige, teilweise zweigeschossige Eingangshalle; sie wird durch ein Glasdach lichtdurchflutet und vermittelt zwischen den Nebenräumen im Norden und den Gruppenräumen im Süden. Der Zugang zum Freibereich, die Übergänge zu den einzelnen Raumgruppen sowie der Zugang zum OG erfolgen über eine einläufige Treppe.

Die Gruppenräume sind in Reihe angelegt. Zwischen Hort- und Kindergartengruppe ist jeweils eine einläufige Treppe eingefügt, die sowohl einen direkten Gartenzugang der Räume des Obergeschosses als auch die optimale funktionale Verknüpfung der Gruppenräume ermöglicht. Dies entspricht den Anforderungen der kooperativen Einrichtung optimal und begünstigt die ganztätige Nutzung der Räume.

Positiv beurteilt werden auch die großen Fensteröffnungen und die nischenbildenden Rücksprünge auf der Gartenseite. Zur Wohnbebauung nach Norden und Osten sind die Fassaden geschlossen bzw. durch Lamellenkonstruktionen teildurchlässig. Der Eingang ist klar erkennbar und dadurch leicht auffindbar. Für die Wand- und Deckenaufbauten werden überwiegend Holz- und Holzwerkstoffe verwendet; mit einer Versickerung im Norden des Gebäudes ist die Regenwasserbehandlung vorgesehen

Ausstellung bis 23. Februar 2002

Alle acht Wettbewerbsbeiträge werden in der Infobox der Messestadt (U-Bahn Ausgang Messestadt West) ausgestellt.

Die Ausstellung ist zu besichtigen bis Samstag, den 23.02.2002
jjeweils zu den Öffnungszeiten der Infobox
Mittwoch, Donnerstag, Freitag: 14 Uhr bis 18 Uhr
Samstag: 10 Uhr bis 14 Uhr.

Verantwortlich:
MRG Maßnahmeträger München-Riem GmbH
Christian Stadler
Prokurist, Bereichsleiter Hochbau
Konrad-Zuse-Platz 2
81829 München
Tel.: 945 500 0
Fax: 945 500 16

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