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Wohnen (fast) ohne Heizkosten
Richtfest für "Passiv-Haus" in Riem

 

4.Dezember 2001

Das „Passiv-Haus“ der Firma NEST in der Messestadt Riem, das erste seiner Art in München, schafft es Heizkosten um 90 Prozent zu senken. Das ist gut für die Käufer der 18 enstehenden Eigentumswohnungen, gut für die Umwelt und gut für die Messestadt Riem, als eines der größten und interessantesten Bauprojekte Europas.

Zentrales Merkmal des Konzeptes "Passivhaus" ist die passive Nutzung von Energie. Dies bedeutet, dass Energie in Form von Sonnenlicht eingefangen und durch besonders wärmedämmende Bauweise gespeichert wird. So besitzen die Fenster beispielsweise eine dreifache Wärmeschutz-Verglasung, die Isolierschichten in Dach und Wänden sind mit 30 Zentimetern mehr als doppelt so stark, verglichen mit herkömmlichen Bauweisen.

Hinzu kommt ein spezielles Belüftungssystem. Mit Hilfe eines Wärmetauschers wird die zugeführte Frischluft durch die abgeleitete warme Luft erwärmt und 80 Prozent der Heizwärme erhalten.

Der Energieverbrauch beläuft sich auf 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter (normal sind 10 Liter), was die Heizkosten pro Wohnung auf durchschnittlich 100 DM im Jahr reduziert.
Trotz der aufwendigeren Bauweise liegen die Baukosten des "Passiv-Hauses" in der Messestadt Riem, das außerdem Platz für eine städtische Kindertagesstätte bietet, nur um 5 Prozent über dem Marktniveau. Die daraus entstehenden Mehrkosten für die Erwerber der Wohnungen erscheinen in einem anderen Licht, bedenkt man das energiesparende kostengünstige Wohnen

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