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(24.6.2002) Eröffnung: Dienstag, 16. Juli 2002, 19 Uhr Pressegespräch:
Montag, 15. Juli 2002,
11 Uhr
Ort: Galeriahaus, Lehrer-Wirth-Str. 17/19, Messestadt Riem, München
Anschließend Rundgang mit Künstlern.
kunstprojekte_riem lädt Sie ein zur Eröffnung und zum
Pressegespräch zum diesjährigen Schwerpunktthema Gesellschaftsräume
im Rahmen der 1. Münchner Architekturwoche 2002. Präsentiert
werden Kunstprojekte von Kathrin Böhm/Andreas Lang/Stefan Saffer,
Mauricio Dias/Walter Riedweg, Karin
Sander/Lützow 7, Sissel Tolaas, Edward Beierle sowie Dingfest,
eine studentische Kooperation von Kunst und Architektur.
Allen Kunstprojekten gemeinsam ist das besondere Augenmerk der
Künstlerinnen
und Künstler auf die notwendigen Spezifika der neu geschaffenen
Räume der Stadt für die Bedürfnisse verschiedener
Teile der Öffentlichkeit egal, ob die Projekte mit Beteiligung
von Nutzern oder nur mit Blick auf verschiedene Gesellschaftsgruppen,
ob zusammen mit, in Absprache oder unter Hinzuziehung der Architekten
durchgeführt werden. Den Künstlern ist mit ihren
vielfältigen Erfahrungen bei der Arbeit im öffentlichen
Raum längst deutlich
geworden, dass es die eine Öffentlichkeit nicht
gibt und dass selbst der Stadtraum der Messestadt in viele verschiedene
Gesellschaftsräume zerfällt.
Sissel Tolaas (*1959, Stavanger, Norwegen) arbeitet mit Klang und
Duft und kreierte ein spezielles Messestadt-Parfüm. Aus Duft-
und Audio-Automaten an drei verschiedenen Orten ist der konzentrierte
Riemer Duft zusammen mit Namen und assoziativen Sprüchen in
vielen Sprachen per Knopfdruck abrufbar. Das Parfüm strömt
nicht nur im Außenraum und erreicht die Messebesucher auf
dem Weg zur Messe, die Spaziergänger auf der Promenade und
die zu ihren Fahrzeugen eilenden Bewohner in einer Tiefgarage. Das
Parfüm kann in limitierter Auflage auch im Flakon erworben
werden.
Funktion und Nutzerschaft interessieren viele Künstlerinnen
und Künstler gerade bei Arbeiten im öffentlichen Raum
stärker als rein ästhetische Fragestellungen. Mit der
Beauf-tragung des Landschaftsarchitektenbüros
Lützow 7 und der Künstlerin Karin Sander (*1957 Bensberg)
sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Kunst am
größten Platz der Messestadt, dem Willy-Brandt-Platz,
nicht nur einen dekorativen Part einnimmt, sondern an der Gestaltung
der Lebenswelt direkt beteiligt ist. Das Hauptmotiv des Gestalterteams
ist die funktionale Tauglichkeit für die Bedürfnisse aller
denkbaren Nutzergruppen.
Das diesjährige studentische Projekt Dingfest
ist eine Kooperation von Künstlern der Akademie der Bildenden
Künste München und angehenden Architekten der Münchner
Fachhochschule, betreut von Prof. Andreas Meck. Die Ergebnisse der
interdisziplinären Arbeitsgruppen Johannes Doerle/Margarete
Drum/Florian Ernst Genua/Peter Sarger Claudia Heinzler/Katja
Zachmann Katharina Teuchert/Steffen Werner sind vier
objekthafte Installationen im Außenraum der Messestadt und
am Marienhof.
Während bei diesen Projekten noch die breite Öffentlichkeit
auf Straßen und Plätzen sowie im virtuellen Raum
zum Teil schon nach Standorten differenziert angesprochen
wird, richten sich zwei weitere Projekte gezielt an einzelne Gruppen
der Öffentlichkeit. Dabei beziehen sie nicht nur die Architekten
mit ein, sondern beteiligen auch einzelne Gesellschaftsgruppen selbst
am Entwicklungsprozess. Mauricio Dias (*1964,
Rio de Janeiro, Brasilien) und Walter Riedweg (*1955, Luzern, Schweiz)
erarbeiten ihr Kunstprojekt für das spätere Förderschulzentrum
Ost in mehreren Workshops direkt mit den Schülern und Lehrern
der provisorisch bereits in der Messestadt untergebrachten Schule.
Kathrin Böhm (*1969, Bamberg), Andreas Lang (*1968, Oberhausen)
und Stefan Saffer (*1969, Forchheim) arbeiten in direktem Auftrag
der Nutzer ihrer Kunst. Nachdem sie im vergangenen Jahr im Rahmen
der Wohnwelten mit Mannschaften der Feuerwehr über
Änderungen an dem neuen Feuerwehrgebäude der Messestadt
diskutiert hatten, konnten sie nun auch den Architekten Reinhard
Bauer ins Gespräch einbinden. Gemeinsam wurden drei konkrete
Veränderungsvorschläge entwickelt, die jetzt realisiert
werden.
Die Gesellschaftsräume der Messestadt leben von
den Menschen, die sich inzwischen in zahlreichen Gruppen, Initiativen
und Gemeinschaften zusammengetan haben. In großformatigen
Gruppenporträts wurden sie neben Firmenbelegschaften und Berufsgruppen
von Edward Beierle fotografisch in Szene gesetzt. Die Fotoausstellung
ist im Atrium des Galeriahauses öffentlich zugänglich.
Weitere Informationen:
kunstprojekte_riem
Erika-Cremer-Straße 3
81829 münchen
Tel: +49(089)94379849
Fax: +49(089)94379845
kunstprojekte.riem@ems.muenchen.de
www.kunstprojekte-riem.de
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