| Die BUGA wird das dominante
Ereignis im Jahr 2005 sein. Sie wird aber mehr sein als eine einmalige
Veranstaltung, die dann - unter Zurücklassung der bekannten Lasten
einer Großveranstaltung - einfach wieder weiterzieht. Die BUGA
in München ist planerisch von Anfang an so angelegt, dass ihre
Errungenschaften der ganzen Region, der Stadt und insbesondere natürlich
dem neuen Stadtteil, der Messestadt Riem dauerhaft erhalten bleiben.
Bei der Entwicklung der Messestadt lag und liegt ein Schwerpunkt
auf dem Prinzip der ökologischen Nachhaltigkeit. Die Messestadt
wird ein kompakter und urbaner Stadtteil werden, wo Wohnen und Arbeiten
und natürlich auch die Messenutzung dicht an zwei attraktiven
gut erschlossenen Zentren liegen. Die Messestadt wird aber nicht
nur kompakt und urban, sondern auch ein grüner Stadtteil werden:
Ein Drittel der Gesamtfläche des ehemaligen Flughafens war
schon in den ersten städtebaulichen Konzepten für freie
Landschaft und qualitätsvolles Grün vorgesehen.
Der 200 ha große Landschaftspark, der nach den Plänen
von Gilles Vexlar derzeit angelegt wird, ist integraler Bestandteil
der Messestadt und dient natürlich zunächst direkt der
Naherholung und der Freizeitgestaltung der Bewohnerinnen und Bewohner.
Dies macht den ganz besonderen Charme des neuen Stadtteils aus.
Der Landschaftspark hat aber auch gesamtstädtische Bedeutung:
Er rundet den Grün- und Erholungsgürtel ab, der das Stadtgebiet
schon heute - mehr oder weniger ausgearbeitet - umgibt. Die Flächen
haben daneben wichtige stadtklimatische Funktionen, weil eine bedeutende
überregionale Grünbeziehung damit abgesichert werden kann.
Mit der Ausrichtung der BUGA bekommt München nun die Chance,
diese Flächen vorbildlich, originell und zukunftsweisend zu
entwickeln. Dabei helfen Zuschüsse des Freistaats Bayern und
natürlich der sonstige Etat der BUGA. Bereits bei der Ausrichtung
der Olympiade im Jahr 1972 und bei der Internationalen Gartenschau,
der IGA 1983 im Westpark, hat München bewiesen, dass es Großereignisse
für die städtebauliche Entwicklung nachhaltig zu nutzen
weiß.
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