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(11.6.2004) Für „großes Aufsehen“ werden
auf der AUTOMATICA 2004, 1. Internationale Fachmesse Robotik +
Automation, eine ganze Reihe neuer Schwerlast-Roboter mit Traglasten über
500 kg bis 700 kg sorgen. Zielgruppen für diese „Super-Schwergewichtler“ sind
die Automobilindustrie und weitere Industriebereiche. Nachdem gerade
im Rohbau der Trend dahin geht, das Handling ganzer Rohkarosserien
flexibel zu gestalten, haben Roboterhersteller reagiert und entsprechend
kräftige Roboter entwickelt. Eine Alternative sind neue Software-Module
und Steuerungskonzepte, bei denen mehrere Roboter vernetzt werden
(RobotLink, MultiMove). So können die Roboter synchron arbeiten,
entsprechend große Massen bewältigen und trotzdem bei
Bedarf unabhängig voneinander bewegt werden. In Branchen wie
der Getränkeindustrie, wo ganze Lagen palettiert werden müssen,
stehen nun Palettierroboter im Wettbewerb mit Schwerlast-Robotern.
Von großem Interesse für Fachbesucher werden neue Systemlösungen
mit Laserrobotern sein. Die Hersteller reagieren auf den zunehmenden
Bedarf der anwendenden Industriezweige und zeigen neben neuen Produkten
praxisreife und stark anwendungsorientierte Systeme. Wohin der
Trend in der Automobilindustrie geht, zeigt nicht zuletzt der neue
Golf V, bei dem knapp 70 m Schweißnähte per Laser gezogen
werden. Diese Kombination Laser/Roboter ist äußerst
zukunftsträchtig und auch für große Teile der Zulieferindustrie
interessant, einem der starken Standbeine der gesamten Industrie.
Während die einzelnen Robotertypen wie Knickarm-, Scara-
oder Linearroboter, die alle zum Ausstellungsprogramm der AUTOMATICA
gehören, ihre typischen Domänen haben, gibt es für
bestimmte Anwendungen einen durchaus harten Wettbewerb. Um konkurrenzfähig
zu bleiben oder neue Marktanteile zu gewinnen, schließen
Roboterhersteller ihre Lücken im Programm und bieten teilweise
alle drei Kinematiken an. Angekündigt zur AUTOMATICA 2004
in München sind zahlreiche neue Typen und runderneuerte Baureihen.
„Gleichbleibend hohe Qualität in der Produktion“ ist
ein Argument, das schon lange für den Robotereinsatz spricht.
Die Robotertechnik spielt hier mit der Industriellen Bildverarbeitung
zusammen, bisher aber nur als reine Qualitätskontrolle. In
München werden neue Konzepte vorgestellt, die einen Regelkreis
der einzelnen Fertigungsbereiche schließen: Daten der Qualitätssicherung
fließen wieder direkt als steuernde Parameter in die vorangehenden
Prozessschritte ein. Das erfordert sowohl schnelle Bild- und Datenverarbeitung
wie leistungsfähige Steuerungskonzepte auf der Roboterseite.
Erste dezentrale Steuerungskonzepte für Roboter werden auf
der AUTOMATICA 2004 zu sehen sein. Die auf Industrie-PC basierenden
neuen Steuerungsarchitekturen sollen aber nicht nur flexibler einsetzbar,
sondern außerdem auch leistungsfähiger sein. Erleichtert
werden soll der Robotereinsatz zudem durch leistungsfähige
Offline-Programmiersysteme und komfortable Bedienoberflächen,
beispielsweise durch den Einsatz von Touch-Screens.
Nach wie vor „trendy“ sind schlüsselfertige Zellen:
leicht und schnell in Betrieb zu nehmen, standardisiert im Aufbau
und trotzdem leistungsfähig in der individuellen Anwendung.
Zunehmend erobern sich Roboter Bereiche, die sich bislang der Automatisierung
entzogen, etwa bei der Automatisierung von Prozessen mit biegeschlaffen
Materialien wie Textilien oder Folien. Hier haben Systemhäuser
ganze Arbeit geleistet. Aktuelle Beispiele dafür sind Anlagen,
in denen Roboter Sitzbezüge nähen oder Stühle polstern.
Dafür sind nicht immer sechsachsige Roboter erforderlich,
auch wenn diese maximale Flexibilität bieten. Zahlreiche Anbieter
im Bereich geregelter Linearachsen beispielsweise unter anderen
Bosch Rexroth, GAS, Schunk GmbH, Güdel AG, RK Rose + Krieger
sind in München mit von der Partie und stellen ebenfalls leistungsfähige,
kostengünstige Systemlösungen vor. Die AUTOMATICA ist
also gerade deshalb interessant, weil sie alle Facetten der Automatisierungs-
und speziell der Robotertechnik zeigt, und zudem ein vollständiges
Bild aktueller Innovationen präsentiert.
Über die AUTOMATICA, Internationale Fachmesse Robotik
+ Automation
Die AUTOMATICA ist die erste internationale Fachmesse, die alle
Segmente des Bereiches Robotik + Automation unter einem Dach
vereint. Sie findet vom 15. bis 18. Juni 2004 auf dem Gelände
der Neuen Messe München statt. Im zweijährigem Rhythmus
ist die internationale Fachmesse Robotik + Automation eine effektive
Kommunikationsplattform für die Bereiche Robotik, Montage-
und Handhabungstechnik, industrielle Bildverarbeitung sowie ein
idealer Marktplatz für die Hersteller dazugehöriger
Technologien. Fokus der Messe ist, die komplette Wertschöpfungskette
darzustellen. Hinter dem industriegetriebenen Konzept der AUTOMATICA
stehen die Messe München GmbH und der Fachverband Robotik
+ Automation des VDMA, der ideell-fachliche Träger der Messe.
Die Aussteller- und Besucherzahlen der AUTOMATICA werden von
einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Auftrag der
Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen
(FKM) geprüft.
Weitere Informationen:
Stefanie Fischer-Kleiner, Pressereferat AUTOMATICA
Tel. (+49 89) 949-20680
Fax (+49 89) 949-20689
fischer-kleiner@messe-muenchen.de
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