|
(30.1.2003) Bayern will herausfinden, ob und wie die Organisation
der Fußball-Weltmeisterschaft und der Bundesgartenschau mit
Hilfe der Satelliten-Navigationstechnologie optimiert werden kann.
"Bei beiden Großereignissen kommen auf den Freistaat
und insbesondere den Raum München hohe logistische Herausforderungen
zu. Wir wollen das als High-Tech-Land mit modernen Technologien
bewältigen", betonte Bayerns Wirtschaftsminister Otto
Wiesheu beim Mercator-Park Forum 2003 in München. Die Konferenz,
an der zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie kommunale
Vertreter teilnahmen, bildete den Auftakt bei der Suche nach innovativen
Lösungsmöglichkeiten speziell für die beiden Großveranstaltungen.
In München findet 2005 die Bundesgartenschau statt. Bei der
Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ist München
Standort des Medienzentrums und Schauplatz mehrerer WM-Spiele, voraussichtlich
auch des Eröffnungsspiels.
"In der Anwendung der Satelliten-Navigation liegen hohe wirtschaftliche
Potentiale, die wir in Bayern nutzen werden. Auch technologisch
geht kein Weg an der Satellitennavigation vorbei", machte Wiesheu
deutlich. So werde alleine der Personenverkehr bis 2015 auf Autobahnen
um 25 Prozent und auf Bundesstraßen um 18 Prozent ansteigen.
Noch deutlicher seien die Zuwachsraten im Güterverkehr mit
51 Prozent auf Autobahnen und 28 Prozent auf Bundesstraßen.
Zwischen Bayern und osteuropäischen Beitrittsländern wird
sich der Güterverkehr verdoppeln bis vervierfachen. Hier können
die Verkehrsströme mit der Satellitennavigation rationeller
abgewickelt und unnötiger Verkehr vermieden werden.
Die Bayerische Staatsregierung fördert die Satelliten-Navigation.
So werden, betonte Minister Wiesheu, für das Anwendungszentrum
Satelliten-Navigation im Rahmen der High-Tech-Offensive Bayern 3,5
Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Darin enthalten ist
der Inkubator, der letzte Woche in Oberpfaffenhofen eröffnet
wurde. Existenzgründer, die im Bereich der Satelliten-Navigation
innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln, werden hier
betreut. Bayern mache sich auch dafür stark, dass maßgebliche
Teile des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo
nach Bayern kommen.
|