INTREST Anwendungsszenarien
Beispiel: Verkehrsmittelübergreifende Reiseauskunft von Tür zu Tür
Ausgangspunkt:
Für eine Reise soll neben einer Pkw-Route auch die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln geplant werden. Häufig ist dabei für Start oder Ziel nur die Adresse bekannt, nicht die nächstgelegene Haltestelle oder gar die für die Reise optimale Haltestelle. Für einen Ortsfremden ist gar der Betreiber des ÖV oder seine Informationsdienste wie Internetseiten nicht bekannt.
Probleme:
Kommerzielle Geografiedaten der Navigationssysteme enthalten zwar das
  Straßennetz und Adressdaten aber keine Fußwege, so dass der Fußweg von der Ausstiegshaltestelle zur Zieladresse nicht ermittelt werden kann. Ebenso ist keine Fahrrad-Route von oder zur Haltestelle ermittelbar; das Rad ist aber ein häufig genutzter Zubringer zum ÖV. Auch sind Wege des öffentlichen Verkehrs (Busspuren, Schienenstrecken) nicht enthalten, so dass keine durchgängige Darstellung der Reiseroute möglich ist.
Amtliche Geografiedaten, wie z.B. ATKIS enthalten zwar auch Fußwege,
  haben aber keinen Bezug zu Adressdaten, so daß damit das Ziel aus der Adressangabe heraus nicht ermittelbar ist. Ferner läßt sich kein Pkw-Routing durchführen.
Eine manuelle Zuordnung von Adressen zu Haltestellen ist aufwändig zu
  pflegen. Außerdem ist die nächstgelegene Haltestelle gerade in verkehrsschwachen Zeiten, wie abends oder am Wochenende nicht immer die optimale Haltestelle für die gesamte Wegekette.
Vorteile durch INTREST:
Durch die permanenten Schlüssel, die INTREST zur Verfügung stellt und die
  Implementierung eines Wegenetzes, das alle Verkehrsmittel wie Fußgänger, Radfahrer, ÖV, Pkw berücksichtigt, ist eine Georeferenzierung (also geografische Bezugnahme) der Haltestellen und Linienverläufe erst möglich. Damit können diese auch vollständig in INTREST integriert werden.
Durch diese Integration sind Fußwege, Fahrradrouten, sowie Pkw-Fahrten
  zu allen erreichbaren Haltestellen berechenbar, egal von wem diese Haltestellen betrieben werden.
Durch das verkehrsmittelübergreifende Wegenetz ist die gesamte Wegekette
  auf einer Karte darstellbar, egal mit welchem Verkehrsmittel ein bestimmter Abschnitt gerade befahren wird.
Durch die Georeferenzierung der Haltestellen und die Verfügbarkeit von
  Adressdaten sind auch Haltestellen ermittelbar, die etwas weiter entfernt von der Adresse liegen, für die gesamte Wegekette aber optimal sind, weil sie zu der fraglichen Zeit häufiger bedient werden, als eventuell nahe bei er Adresse liegende Haltestellen.
Als Beispielanwendung wird in INTREST ein solches multimodales
  Reiseauskunftssystem implementiert.
Beispiel: Fußweg zur Einstiegshaltestelle und Beginn der Fahrt im Bus