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Stadtteilrundgang am 31.7. 2001
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Der
neue Stadtteil Riem nimmt Formen an |
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Im Rahmen eines Stadtteilrundgangs
durch die Messestadt Riem zog Oberbürgermeister Christian Ude
in einem Pressegespräch im Bewohnertreff des Galeriahauses eine
erste Zwischenbilanz:
"Mittlerweile ist die Messestadt Riem über ihre erste Pionierphase
hinausgewachsen- es leben jetzt bereits über 1.000 Menschen in
der Messestadt Riem, der 1. Bauabschnitt Wohnen mit insgesamt 2.300
Wohnungen ist vollständig vergeben, über 630 Wohnungen sind
bereits fertig gestellt und weitere 400 im Bau. Auch die Grundstücke
der Gewerbegebiete sind nahezu vollständig vergeben, zum großen
Teil im Bau oder ebenfalls bereits fertiggestellt. Also höchste
Zeit, die Planungsansätze Revue passieren zu lassen und eine
erste Zwischenbilanz zu ziehen. |
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Noch
in der Pionierphase |
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Obwohl die Messestadt
Riem jetzt richtig ins Wachsen gekommen ist und den ersten Kinderschuhen
entwachsen, darf nicht vergessen werden, dass
sich die Entwicklung noch immer im Prozess befindet und dass sich
die Lebensumstände für die Bewohner vor Ort noch etwas karg
darstellen. Auch wenn das Planungskonzept besondere Qualitäten
und Vorzüge aufweist, die ein angenehmes Leben ermöglichen,
sind diese Qualitäten derzeit erst ansatzweise spürbar.
Spätestens mit dem 2. Bauabschnitt
Wohnen und dem Landschaftspark, da bin ich sicher, werden die besonderen
Qualitäten der Planung Wirkung zeigen. Und wenn 2005 die BUGA
in
Riem stattfindet, wird sich der Stadtteil von seiner besten Seite
präsentieren. |
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Urbanes
Wohnen mitten im Grünen |
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Schließlich bietet
die Messestadt Riem viele außergewöhnliche Qualitäten.
Hier ist es möglich, urban zu leben, wie man es sonst nur in
der Innenstadt kann, dies aber verbunden mit den Qualitäten des
Wohnens im Grünen. Das gibt es sonst kaum in München: Leben
wie im Münchner Umland, aber mit der besonderen Lagegunst am
Stadtrand, eingebettet in einen grünen Landschaftspark und dabei
nur sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt mit direkter U-Bahn-Anbindung
in die Innenstadt. Und genau diese Vorzüge haben vor allem junge
Familien erkannt. Denn es sind vorwiegend junge Familien, die in der
Messestadt Riem wohnen. Das freut mich besonders, weil immer wieder
behauptet wird, junge Familien würden aus der Stadt wegziehen,
weil sie ihnen nicht genügend Angebote für familiengerechtes
Wohnen bietet.
Vor allem die außergewöhnlich gute Ausstattung mit Grün-
und Freiflächen ist für Familien ein attraktives Angebot.
Die starke Durchgrünung der Wohnviertel mit öffentlichen
und privaten Grünflächen und der angrenzende Landschaftspark
sind ganz besondere Qualitäten des neuen Stadtteils, die vor
allem jungen Familien und ihren Kindern zu Gute kommen. Zudem bietet
der 200 Hektar große Landschaftspark Möglichkeiten für
Freizeitaktivitäten aller Art. Vom Rodelhügel bis zum Badesee
reicht dabei das Angebot. Mit seiner besonderen Ausformung - dem Park
liegt ein strenges landschaftsarchitektonisches Konzept des französischen
Landschaftsarchitekten
Gilles Vexlard zugrunde - ist er bereits in der Fachöffentlichkeit
auf positive Resonanz gestoßen. Neben seiner ungewöhnlichen
Gestaltung bietet er vielfältige Angebote für die Bewohnerinnen
und Bewohner der Messestadt Riem und des gesamten Münchner Ostens.
Heute Nachmittag findet bereits der Spatenstich für den Badesee
statt, der das Herzstück für Erholungswillige und Sonnenhungrige
sein wird. |
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Große
Nachfrage bei den Gewerbegebieten |
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Aber nicht nur die Wohnungen, auch die gewerblichen Flächen
in der Messestadt Riem stoßen auf rege Nachfrage. Das Gewerbegebiet
NordWest, als High-Tech-Park für innovatives Gewerbe aus dem
Informations- und Kommunikationssektor und Medienunternehmen geplant,
ist bereits nahezu vollständig verkauft oder vergeben. Von den
insgesamt 16 Parzellen sind bis auf zwei Grundstücke zehn verkauft
und vier vergeben. Die Firmengebäude
von Nemetschek und Lemo-Technik sind bereits fertiggestellt, die Gebäude
der Firma SynergieOnline und vieler anderer Firmen sind derzeit im
Bau. Auch im 5,4 Hektar großen Gewerbegebiet NordOst, das als
klassisches Gewerbegebiet konzipiert ist, sind die insgesamt 24 Parzellen
bis auf zwei Grundstücke fast vollständig verkauft oder
vergeben. Die meisten Firmengebäude sind bereits fertiggestellt
oder derzeit im Bau. Heute Nachmittag können Sie sich vom Fortgang
der Bauarbeiten überzeugen. |
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Ein
lebendiger Stadtteil zum Wohnen und Arbeiten |
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Dies ist nicht nur
eine unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfreuliche Entwicklung:
Das Konzept eines Miteinanders von Wohnen und Arbeiten - die Messestadt
Riem ist schließlich für 16.000 Menschen, die dort wohnen
werden, und für 13.000 wohnungsnahe Arbeitsplätze geplant
- scheint aufzugehen. Im besten Falle arbeiten die Menschen in der
Messestadt Riem, die auch dort wohnen. Dann können wir von einer
Stadt der kurzen Wege sprechen.
Erst mit Wohnen und Arbeiten ist ein Stadtviertel lebendig. Wir alle
kennen die Planungen der Vergangenheit, Schlaf- oder Bürostädte,
die wegen ihrer einseitigen Struktur entweder tagsüber oder nachts
tote Gegenden sind. Mit dem Angebot an Wohnungen und Arbeitsplätzen
haben wir die Grundlage für eine urbane Mischung und einen lebendigen
Stadtteil geschaffen. Um dies abzurunden, wird die Messestadt fast
alles an Infrastruktur bieten,
was wir in der Münchner Innenstadt für selbstverständlich
halten. Jetzt zur Zeit erfüllt das Angebot zwar noch nicht alle
Erwartungen, aber
wenn 2003 das Stadtteilzentrum "Riem Arcaden" steht, wird
ein umfangreiches Angebot zur Verfügung stehen. Die Riem Arcaden
werden das eigentliche
Herz des neuen Stadtteils sein mit 30.000 Quadratmetern Verkaufsflächen,
einem Hotel und einem Multiplexkino. Der Investor stellt zudem 900
Quadratmeter für bürgerschaftliche Nutzungen zur Verfügung.
Dafür möchte ich der DIFA meinen Dank aussprechen. Zur Zeit
gibt es einen Gemüsehändler und ein chinesisches Restaurant
im Galeriahaus sowie einen Backshop in der Nachbarschaft. Zusätzlich
wird für die Versorgung der Bewohner ein Lebensmittelmarkt als
Provisorium, solange es das Einkaufszentrum noch nicht gibt, errichtet;
voraussichtlich ist die Eröffnung noch im Herbst 2001. |
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Eine gute Mischung |
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Eine ausgewogene Mischung
der Bevölkerung ist die Basis für eine funktionierende Gemeinschaft.
Das Wohnungsangebot in der Messestadt Riem
ist mit rund einem Drittel sozialem Wohnungsbau, etwa einem Drittel
München Modell für Durchschnittsverdiener und einem weiteren
Drittel freifinanziertem Wohnungsbau so angelegt, dass eine stabile,
aus verschiedenen Einkommensgruppen zusammengesetzte Bevölkerung,
entstehen
kann. |
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"Münchner
Mischung" |
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Es gibt immer wieder Leute, die meinen, sozialer Wohnungsbau gut
und schön, aber nicht in ihrer Nähe, sondern am besten
ganz weit draußen, wo
es niemanden stört. Und dort sollen dann alle Sozialwohnungen
konzentriert untergebracht werden. Dazu sage ich ganz klar und deutlich
NEIN! Weil in unserer Stadt Platz sein muss für uns Alle! Es
ist erklärtes Ziel der Stadtspitze dafür zu sorgen, dass
alle hier lebenden Menschen angemessen mit Wohnraum versorgt werden,
unabhängig von Einkommen und Herkunft. Wichtig ist uns dabei,
eine Konzentration einkommensschwacher Menschen in bestimmten Stadtvierteln
zu vermeiden. Diese "Münchner Mischung" ist eine
gute Grundlage für ein sozialverträgliches Zusammenleben
verschiedener sozialer Gruppen. Gerade die Mischung unterschiedlicher
Einkommensgruppen in einem neuen Baugebiet ist letztlich eine gute
Voraussetzung für die Entwicklung gedeihlicher Nachbarschaften
und sozial stabiler Viertel. Aber - das sehe ich auch - die Planung
muss dabei behutsam auf den Anteil
sozialen Wohnungsbaus reagieren, um soziale Brennpunkte zu vermeiden.
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Beispielhafter sozialer
Wohnungsbau |
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Das "Galeriahaus", mit rund 170 Wohneinheiten ausschließlich
im sozialen Wohnungsbau, ist hierbei ein sehr gutes Beispiel, wie
es gelingen kann, über die Architektur eine funktionierende
Gemeinschaft zu ermöglichen. Mit einer zentralen innenliegenden
Halle, die zugleich Kommunikations- und Erschließungsraum
ist und den Kindern Spielmöglichkeiten bietet, mit zusätzlichen
privaten Freiräumen und ausgezeichnetem Lärmschutz, wurden
die Grundlagen für ein angenehmes Miteinanderleben geschaffen.
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Messestadt-Riem:
Dialog |
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Voraussetzung für eine lebendige Nachbarschaft ist auch eine
intensive Kommunikation; nicht nur untereinander, sondern auch mit
den Planern, den Behörden und nicht zuletzt dem Oberbürgermeister.
Dabei liegt ein guter Teil des Verdienstes bei der Bürger-
und Bewohnerbeteiligung "MessestadtRiem: Dialog", deren
Arbeit bereits gute Erfolge gezeigt hat.
Veranstaltungen zu verschiedenen Themen haben gezeigt, dass der
Dialog und die Beteiligung der Bewohner notwendig und letztendlich
erfolgreich
sind. Der Unmut, der sich anfangs bei einigen Themen gezeigt hat,
führte im gemeinsamen Dialog zu einem größeren Verständnis
von Planern und
Bewohnern. Das konsequente Ausloten noch vorhandener Gestaltungsspielräume
hat auch bei schon fortgeschrittenen Planungen zu Änderungen
geführt, soweit dies möglich war. Mittlerweile werden
laufend Veranstaltungen zu den Themen, die den Bewohnern auf den
Nägeln brennen, durchgeführt. Diesen Dialog werden wir
auch weiterhin fortsetzen müssen, weil natürlich immer
wieder Probleme auftauchen können, solange der Planungsprozess
nicht abgeschlossen ist.
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Infotreff, Grünwerkstatt
und Quax an der Promenade |
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An der Promenade gibt es Information, Beratung und Mitmachangebote
im Dreierpack: Seit Mai ist der Nachbarcontainer bezogen: Im Infotreff
informiert und berät MessestadtRiem: Dialog bereits heimisch
gewordene Bewohner, künftige Bewohner und Gewerbetreibende
der Messestadt Riem in Fragen der städtebaulichen Entwicklung
des Viertels bis hin zur Unterstützung von Bürgerengagement
im und für den neuen Stadtteil. Zudem informiert und unterstützt
die Grünwerkstatt des Gartenbauamtes die Bewohner der Messestadt
bei allen gartenbaulichen Fragen. In den Räumlichkeiten können
außerdem kleinere Veranstaltungen stattfinden oder Arbeitskreise
tagen.
Seit längerem schon stehen die Container des Kinder- und Jugendprogramms
Quax, das von Echo e.V. organisiert wird. Außerdem werden
für ältere Kinder und Jugendliche eine Kinder- und Jugendfreizeitstätte
und ein Abenteuerspielplatz in unmittelbarer Nähe eingerichtet.
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Bewohnertreff |
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Der Bewohnertreff, in dem heute diese Pressekonferenz stattfindet,
ist in erster Linie eine Einrichtung für die Mieter des Galeriahauses.
Er hat sich aber - und dies ist eine sehr positive Entwicklung -
zur Begegnungsstätte für alle Bewohnerinnen und Bewohner
der Messestadt entwickelt. Der Bewohnertreff fördert den Austausch
zwischen den Nachbarn und bietet Hilfe, damit die Menschen hier
Fuß fassen können. Finanziert wird diese Einrichtung
vom Sozialreferat der Stadt München und dem Bauträger
Max Aicher. Ein weiterer Bewohnertreff wird eröffnet, wenn
im Herbst die neuen Mieter bei der Gewofag in der Lehrer-Wirth-Straße
einziehen werden.
Ab Oktober dieses Jahres wird es auch einen Infobox in der Nähe
des U-Bahnhofs West geben, die allgemeine Informationen über
die Planungen
und den Bauablauf der Messestadt Riem bereit hält und sich
vor allem an Investoren wendet.
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Stadtteilzeitschrift,
Internet und Hauskanal |
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Neben der Riem Gazette der MRG, die die Bewohner von Anfang an
über die wichtigsten Neuerungen in der Messestadt Riem informiert
hat, gibt MessestadtRiem: Dialog in Zusammenarbeit mit den Bewohnern
die Stadtteilzeitung "Take-off!" heraus, die über
alle Aktivitäten im Stadtteil informiert. Die neueste Ausgabe
ist gerade erschienen. Immer wichtiger werden auch die Informationen
über das Internet. Dr. Rudolf Huber als Medienbeauftragter
hat eine äußerst informative Webseite "www.messestadt-riem.com"
erstellt, die laufend fortgeschrieben wird. Ab heute stehen vier
Internetterminals mit kostenfreiem High-speed Zugang für die
Bewohner zur Verfügung. In diesem Internetcafe stehen die Terminals
allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Messestadt Riem frei zur Verfügung.
Das der Internetzugang kostenfrei ist, ist dem Sponsor, der Firma
Kabel & Medien Service KMS, zu verdanken, die selbst ein äußerst
attraktives Angebot für die Bewohner bereithält.
Damit sind wir beim dritten Informationsmedium der Messestadt, dem
Hauskanal. Über das Breitbandkabel des ganz normalen Fernsehanschlusses
stellt die KMS Informationen für die Bewohner ein, die das
tägliche Leben erleichtern, wie zum Beispiel Fahrzeiten von
Bus und U-Bahn, Öffnungszeiten, also Informationen abrufbar
über den Fernsehbildschirm, der im Gegensatz zum Internetzugang
in nahezu jeder Wohnung steht.
Aber es können nicht nur Informationen abgerufen werden, sondern
der Hauskanal wird "wie das Internet" auch als Nachbarschaftsforum
genutzt.
Hier kann jeder Bewohner Anzeigen aufgeben, Nachbarn mit gleichen
Hobbys und Interessen finden, Nachbarschaftshilfe anbieten oder
sein Auto verkaufen. Nicht zuletzt ist es diesem Kabelnetz zu verdanken,
dass in der Messestadt weitgehend auf diese verunstaltenden Satellitenschüsseln
verzichtet
werden kann. Über das Breitbandkabel können ausländische
TV-Programme empfangen werden. Vor allem für das städtebauliche
Erscheinungsbild ist es eine Erleichterung, wenn die Satellitenschüsseln
nicht an allen Fassaden hängen, wie das in manch anderen Stadtvierteln
der Fall ist. Jetzt ist es mir eine besondere Freude, das Internetcafé
zu eröffnen und
nachher im Galeriahaus den Hauskanal zu starten."
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