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Messestadt Riem
Pressegespräch am 30. Januar 2001
um 10.30 in der Ratstrinkstube
mit Oberbürgermeister Christian Ude
Mittlerweile hat sich herumgesprochen, was bisher
nur die an der Planung Beteiligten wussten: Dass mit der Messestadt
Riem ein Stadtteil entsteht, der ganz besondere Qualitäten
aufweist, die für ein Großprojekt dieser Art sicher einzigartig
sind.
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Wohnen
wie in der Innenstadt
mit den Vorzügen des Umlandes |
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Schließlich
wird die Messestadt Riem Möglichkeiten urbanen Wohnens bieten,
wie es sonst nur in der Innenstadt möglich ist, dies aber verbunden
mit den Qualitäten des Wohnens wie im Münchner Umland mit
besonderer Lagegunst: Am Stadtrand, eingebettet in das grüne
Münchner Umland. Nur 7 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt mit
direkter U-Bahn-Anbindung in die Innenstadt. Und genau diese Qualitäten
haben vor allem junge Familien erkannt. Denn es sind vorwiegend junge
Familien, die jetzt in der Messestadt Riem wohnen. Das finde ich besonders
erfreulich, weil junge Familien sonst ins Umland ziehen würden,
da ihnen die Innenstadt nicht genügend Angebote für familienfreundliches
Wohnen bietet. Mittlerweile leben über 1.000 Menschen in der
Messestadt Riem; 600 Wohnungen sind bereits verkauft und größtenteils
bewohnt. Insgesamt werden bis zum Jahre 2013 über 16.000 Menschen
in der Messestadt Riem leben. |
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Noch
in der Pionierphase |
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Das
Planungskonzept weist dabei besondere Qualitäten und Vorzüge
auf, die ein angenehmes Leben ermöglichen, auch wenn diese Qualitäten
derzeit noch nicht so recht spürbar sind - noch befindet sich
der neue Stadtteil in der Pionierphase. In Kürze jedoch, so bin
ich sicher, werden diese Ansätze zum Tragen kommen. |
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Besondere
Qualität: Viel Grün in der Messestadt |
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Herausragendes
Merkmal ist die intensive Verzahnung von Stadt und Landschaft. Diese
starke Durchgrünung mit öffentlichen und privaten Grünflächen
ist eine der ganz besonderen Qualitäten des neuen Stadtteils,
die vor allem jungen Familien zu Gute kommt. |
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Landschaftspark
für Freizeitspaß und Erholung |
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Nicht zuletzt bietet der südlich
gelegene Landschaftspark Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten
aller Art. Vom Rodelhügel bis zum Badesee reicht dabei das Angebot.
Der Landschaftspark mit seiner besonderen Ausformung - dem Park liegt
ein strenges landschaftsarchitektonisches Konzept eines französischen
Landschaftsarchitekten zugrunde - ist bereits in der Fachöffentlichkeit
und bei den Bürgern auf positive Resonanz gestoßen. Schließlich
bietet er neben seiner ungewöhnlichen Gestaltung vielfältige
Angebote für die Bewohner der Messestadt Riem und die Bürger
des Münchner Ostens. |
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Wohnen
und Arbeiten machen
einen lebendigen Stadtteil |
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Auch
die gewerblichen Flächen in der Messestadt Riem stoßen
auf rege Nachfrage. Dies ist nicht nur eine, unter wirtschaftlichen
Gesichtspunkten erfreuliche Entwicklung; das Konzept eines Miteinanders
von Wohnen und Arbeiten - die Messestadt Riem ist schließlich
für 16.000 Menschen, die dort wohnen, und für 13.000 wohnungsnahe
Arbeitsplätze geplant - scheint aufzugehen. Erst Wohnen und Arbeiten
gemeinsam machen einen Stadtteil lebendig. Wir alle kennen die Planungen
der Vergangenheit, Schlaf- oder Bürostädte, die wegen ihrer
einseitigen Struktur entweder tagsüber oder nachts tote Gegenden
sind. Dass in der Messestadt Riem sowohl Wohnungen als auch Arbeitsplätze
vorgesehen sind, schafft die Grundlage für eine wirklich urbane
Mischung und einen Stadtteil, der rund um die Uhr lebt und zwar mit
allem, was dazugehört. Denn schließlich wird die Messestadt
alles an Infrastruktur bieten, was wir in der Münchner Innenstadt
für selbstverständlich halten. Jetzt zur Zeit erfüllt
das Angebot zwar noch nicht alle Erwartungen, aber wenn 2003 das Einkaufszentrum
"Riem-Arkaden" steht, wird ein umfangreiches Angebot zur Verfügung
stehen. Demnächst werden wir das Ergebnis des Wettbewerbes "Riem-Arkaden"
vorstellen können. |
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Gemischte Bevölkerungsstruktur |
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Eine ausgewogene Mischung
der Bevölkerung ist die Basis für eine funktionierende Gemeinschaft.
Das Wohnungsangebot in der Messestadt Riem ist mit rund 40 % sozialem
Wohnungsbau, etwa 30 % München Modell für Durchschnittsverdiener
und 30 % freifinanziertem Wohnungsbau so angelegt, dass eine, aus
verschiedenen Einkommensgruppen zusammengesetzte Bevölkerung,
entstehen kann. Besonders behutsam muss die Planung auf den Anteil
sozialen Wohnungsbaus reagieren, um soziale Brennpunkte zu vermeiden. |
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Beispielhafter sozialer
Wohnungsbau |
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Das "Galeriahaus", mit rund 200 Wohneinheiten ausschließlich
im sozialen Wohnungsbau, ist hierbei ein sehr gutes Beispiel, wie
es gelingen kann, über die Architektur eine funktionierende
Gemeinschaft zu ermöglichen. Mit einer zentralen innenliegenden
Halle, die zugleich Kommunikations- und Erschließungsraum
ist und den Kindern Spielmöglichkeiten bietet, mit zusätzlichen
privaten Freiräumen und ausgezeichnetem Lärmschutz wurden
die Grundlagen für ein angenehmes Miteinander geschaffen. Das
Modell hat als Beispiel gelungener sozialer Integration bereits
lobende Erwähnungen - so der etwas gönnerhafte Fachausdruck
- erhalten.
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Im Dialog mit den
Bewohnern |
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Was mich als Verfechter gelebter Demokratie jedoch am meisten freut,
ist die Tatsache, dass die Bürger- und Bewohnerbeteiligung
"Messestadt Riem Dialog" wirklich greift und erste Erfolge zeigt.
Veranstaltungen zu den Themen Parkraumkonzept, Landschaftspark und
Mauern haben gezeigt, dass der Dialog und die Beteiligung der Bewohner
notwendig und letztendlich erfolgreich sind. Der Unmut, der sich
anfangs, vor allem bei dem Thema "Parkraumkonzept" gezeigt hat,
führte im gemeinsamen Dialog zu einer Änderung der Planungsziele.
Mittlerweile werden laufend Veranstaltungen zu den Themen, die den
Bewohnern auf den Nägeln brennen, durchgeführt. Der eigens
dafür eingerichtete "Bewohnertreff" stellt den ständigen
Dialog zwischen den Planungsbeteiligten und den Bewohnern sicher.
Dass die Bewohner somit den Planungsprozess aktiv beeinflussen können
und diese Chance auch wahrnehmen, ist schon eine wichtige Voraussetzung
für eine Identifizierung mit dem neuen Viertel. Nicht nur zum
gutgemeinten, aber unrealistischen Parkraumkonzept haben die Bewohner
Kritisches geäußert, auch zum üppigen Mauerwerk.
Bei neuen Entscheidungen - z.B. Kirche - muss das berücksichtigt
werden. Diesen Dialog werden wir auch weiterhin fortsetzen müssen,
weil natürlich immer wieder Probleme auftauchen können,
solange der Planungsprozess nicht abgeschlossen ist.
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Kunstkonzept mit
und für die Riemer: "Wohnwelten" |
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Mit Aktionen und Events auf der einen Seite, aber auch mit bleibenden
Kunstwerken wird die Messestadt Riem ein unverwechselbares Gesicht
bekommen. Dieses Jahr steht das Thema Wohnen im Mittelpunkt: Wie
wohnen wir? Wie wohnen andere? Wie nutzen wir unsere Räume?
Wie richten wir uns ein? Alles Fragen, die die neuen Bewohner, die
gerade einziehen, oder vor kurzem eingezogen sind oder dies planen,
interessieren. Kunstprojekte_riem hat verschiedene Künstlerinnen
und Künstler eingeladen für die Messestadt jeweils ein
Projekt zu entwickeln: Zu unterschiedlichen Zeitpunkten und an verschiedenen
Orten wird es in der Messestadt zum diesjährigen Thema "Wohnwelten"
mehrere künstlerische Ereignisse zu sehen geben. Man darf gespannt
sein.
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