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Es ist ein wichtiger Teil eines erweiterten Kunst- und Bildungsbegriffes,
elitäre Strukturen in der Kunst offensiv zu hinterfragen. So
meint dieser Kunstbegriff nach Beuys, der sich tatsächlich
auf jedermann beziehen lässt, ganz sicher nicht, dass nun jeder
Mensch spezifische, dem traditionellen Kunstbegriff entsprechende
Gestaltungsarten entwickeln soll, sprich "auf
Teufel komm heraus" zeichnen, malen, plastisch formen und was
sonst nicht
alles bilden soll, Künstler ist er vielmehr dadurch, dass er
am "sozialen Organismus als Kunstwerk" arbeitet.
Dieser Ansatz schließt aber unserer Vorstellung nach durchaus
den Anspruch
ein, ästhetische Produktion - "die Begleiterscheinung
jeder menschlichen
Tätigkeit" (Beuys) - als Ausdrucksmittel individuell -
will heißen der Intuition nachgehend, statt mit dem "Kochbuch"
zu gestaltet - zu fördern und diesen Bemühungen Präsentationsflächen
zu bieten.
In derlei Projektexperimenten können junge Menschen Strategien
entwickeln, vermittels ihrer bildnerischen Produktion sich und anderen
mehr Klarheit über die eigene Situation zu verschaffen, mit
allen daraus folgenden Konsequenzen.
Dies beinhaltet die Möglichkeit, die eigene Gegenwelt als Kultur
zu schaffen.
Denn "Kunst ist Befreiungspolitik" (Beuys).
Angelehnt am Programmkonzept einer Sommerakademie sollen die Teilnehmer
unter Anleitung von Künstlern an einem künstlerischen
Projekt mit einem konkreten Ergebnis mitarbeiten.
Das Programm umfasst die Bereiche Bildhaueratelier, PC-Werkstatt,
Museum,
Filmwerkstatt, Mal- und Druckwerkstatt, Bauspielbus sowie einige
Rahmenveranstaltungen.
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