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Kinderkunstraum

 

Juli 2002

Kinderkunstraum vom 25.-31.7.2002
auf dem Quax-Gelände an der Promenade in der Messestadt Riem, umgesetzt vom Team des Quax in Verbindung mit kunstprojekte_riem, PA/Spielen in der Stadt e.V. sowie freien Künstlern.

 

 

Es ist ein wichtiger Teil eines erweiterten Kunst- und Bildungsbegriffes, elitäre Strukturen in der Kunst offensiv zu hinterfragen. So meint dieser Kunstbegriff nach Beuys, der sich tatsächlich auf jedermann beziehen lässt, ganz sicher nicht, dass nun jeder Mensch spezifische, dem traditionellen Kunstbegriff entsprechende Gestaltungsarten entwickeln soll, sprich "auf
Teufel komm heraus" zeichnen, malen, plastisch formen und was sonst nicht
alles bilden soll, Künstler ist er vielmehr dadurch, dass er am "sozialen Organismus als Kunstwerk" arbeitet.

Dieser Ansatz schließt aber unserer Vorstellung nach durchaus den Anspruch
ein, ästhetische Produktion - "die Begleiterscheinung jeder menschlichen
Tätigkeit" (Beuys) - als Ausdrucksmittel individuell - will heißen der Intuition nachgehend, statt mit dem "Kochbuch" zu gestaltet - zu fördern und diesen Bemühungen Präsentationsflächen zu bieten.

In derlei Projektexperimenten können junge Menschen Strategien entwickeln, vermittels ihrer bildnerischen Produktion sich und anderen mehr Klarheit über die eigene Situation zu verschaffen, mit allen daraus folgenden Konsequenzen.

Dies beinhaltet die Möglichkeit, die eigene Gegenwelt als Kultur zu schaffen.

Denn "Kunst ist Befreiungspolitik" (Beuys).
Angelehnt am Programmkonzept einer Sommerakademie sollen die Teilnehmer
unter Anleitung von Künstlern an einem künstlerischen Projekt mit einem konkreten Ergebnis mitarbeiten.

Das Programm umfasst die Bereiche Bildhaueratelier, PC-Werkstatt, Museum,
Filmwerkstatt, Mal- und Druckwerkstatt, Bauspielbus sowie einige Rahmenveranstaltungen.

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